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Die Landkarte ist nicht die Landschaft.

Diese Erfahrung machten wir sehr intensiv auf unserer Fahrradtour entlang von Neiße und Oder und durch die Mecklenburger Seenlandschaft.Sicherlich sind ein Radreiseführer nebst Online-Aktualisierung und Navigation und die sich ständig auf den neuesten Stand bringende Wetter-App eine nützliche Hilfe. Und doch kommt dann vieles ganz anders. Der „gut befahrbare“, wenn auch unbefestigte Weg entpuppt sich als ein Feldweg nach Sandkastenart, in dem sich das bepackte Fahrrad seinen eigenen Weg sucht. Die mit Achtungzeichen (!) versehene Gefahrenstelle ist Dank EU-Fördermitteln kürzlich zu einem gut ausgebauten Fahrradweg mit „Schwarzdecke“ nebst eigener Brücke über das Gewässer geworden, wie ein kundiger Einheimischer zu berichten weiß. Die eingezeichnete starke Steigung habe ich gar nicht als solche empfunden, während nun eine kommt, die nirgendwo vermerkt ist. Wie ich die „herrliche Landschaft“ um mich herum wahrnehme, hängt wiederum vom Weg ab, und ob ich den Blick auch mal rechts und links schweifen lassen kann.  Und welche Erfolgs-, Leidens- und Abenteuergeschichten werden beim abendlichen Treffen mit anderen Radfahrern so erzählt? Oft kündigte die Wetter-App Gewitter an, welche dann einige Zeit später wieder nicht mehr aktuell waren. Als es dann doch einmal heftig los ging, saßen wir im Trockenen und schauten aus dem Fenster.