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„Bus oder Bahn?“ Systemische Arbeitsweise im Zwangskontext Jugendhilfe

Immer wieder werde ich gefragt, wie die systemische Arbeitsweise sich in diesem Bereich umsetzen lässt. Hier drei Literaturhinweise und eine Anregung zum Nachdenken über den Begriff „Zwangskontext“.

Wer sich für die Grundlagen und veränderte Ansätze in Therapiegesprächen interessiert, dem empfehle ich:

Marie-Luise Conen/ Gianfranco Cechin, Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder los zu werden? Therapie und Beratung mit unmotivierten Klienten und in Zwangskontexten, Carl-Auer-Verlag, Dritte Auflage 2011

Grundsätzlich geht es hier erst einmal um die Fragen von Anderssein, Sozialer Kontrolle und Funktion von Sozialarbeit in unserer Gesellschaft, also umfassender um den Kontext der Beratung, ehe systemische Haltungen und Vorgehensweisen dargestellt werden.

Wer gerne eine kurze und praxisnahe Zusammenfassung lesen möchte, dem empfehle ich:

Jürgen Schuba, „Bus oder Bahn?“ – Wie systemische Arbeitsweise mit der ambulanten Jugendhilfe zusammengeht, Dialog Erziehungshilfe, Ausgabe 4/2012 (Siehe auch auf dieser Website unter Veröffentlichungen)

Neben einer Zusammenfassung von Merkmalen einer systemischen Arbeitsweise wird aufgezeigt, wie systemische Arbeitsweise im Zwangskontext Jugendhilfe, auch unter dem Aspekt kindeswohlgefährdender Aspekte, umgesetzt werden kann. Ein Praxisbeispiel verdeutlicht, wie Hypothesenbildung als Grundlage für das weitere Vorgehen hilfreich sein kann.

Wer sich besonders mit dem Thema Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung beschäftigen möchte, dem sei empfohlen:

Heike Schader (Hg.), Risikoabschätzung bei Kindeswohlgefährdung, Ein systemisches Handbuch, Beltz Juventa Weinheim und Basel 2012

Das Thema wird aus Sicht des Kindes, der Familie und der Fachkräfte betrachtet und als Gesamtprozess verstanden.

…und, geht nicht jeder Veränderung in irgendeiner Weise ein Zwang voraus, etwas anders zu machen, weil das bisherige Verhalten als Lösung nicht mehr in den Kontext passt und gehen Klienten auf der Suche nach einer solchen Lösung nun freiwillig oder in gewisser Weise auch gezwungenermaßen in eine Beratungsstelle oder zu einem Therapeuten? Es ist also mit dem Begriff „Zwangskontext“ so eine Sache.